08.05.2018 | BSG-Presseklub

#41 | Eine Anbauwand Typ Ronny und die 1-Euro-Verschwörung

DIE NOFV-OBERLIGA SÜD
Remis auf der letzten Rille
Die Personalsituation bei der BSG war auch vor dem wichtigen Spiel in Stendal alles andere als perfekt. Neben den langzeitverletzten Romario Hajrulla und Sebastian Dräger fehlten auch Maximilian Enkelmann und Andreas Luck wegen Grippe-Symptomen. Auch Timo Slawik musste aufgrund einer Gelbsperre pausieren. Mit Dmitrij Puhan und A-Junior Maximilian Cherouny standen Frank Müller nur zwei Wechselspieler zur Verfügung. Umso beachtenswerter war und ist es, dass der Fußball-Oberligist mit einem 1:1-Remis im Stadion am Hölzchen den Platz im Mittelfeld der Tabelle festigte und gleichzeitig den sportlichen Gegner auf Abstand hielt.

Nachdem sich in der Anfangszeit beide Teams zunächst abtasteten, hatte die BSG in der 23. Minute „das Glück auf ihrer Seite“. „Ein Zweikampf am äußeren Strafraumrand, bei dem Franz Erdmann zu forsch verteidigte, bescherte Gera plötzlich einen Strafstoß. Kapitän Carsten Weis übernahm die Verantwortung und versenkte die Kugel sicher im unteren Eck des Tores. Keeper Lukas Kycek hatte keine Abwehrmöglichkeit, obwohl er in die richtige Richtung unterwegs gewesen war“, beschreibt Patrick Schneider in der Volksstimme das Entstehen der Wismut-Führung. In der Folge versäumte es die Wismut-Elf allerdings, das zweite Tor nachzulegen. Im zweiten Durchgang war Stendal laut az-online.de sogar „das klar bessere Team“ und erzielte folgerichtig durch den eingewechselten Vincent Kühn den hochverdienten Ausgleich (78.). Danach hatten die Gäste Glück, dass sie das Remis über die Zeit retten konnten. "Wir brauchen uns nicht beschweren, wenn wir 1:2 verlieren“, so Frank Müller in der Pressekonferenz.

Gegenüber Jens Lohse von der OTZ ergänzte Müller: „Nach 45 richtig guten Minuten haben bei uns nach der Halbzeit Kraft und Konzentration nachgelassen. Dann haben wir schon etwas um den Ausgleich gebettelt. Mit dem einen Punkt können wir gut leben. Jetzt haben wir es gegen Kamenz und Krieschow selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu sichern.



Rauch in Krieschow
Das Oberliga-Punktspiel zwischen dem VfB 1921 Krieschow und dem VFC Plauen (3:2) musste in der 62. Minute unterbrochen werden. Hintergrund war der Einsatz von Rauchtöpfen im VFC-Block und eine daraufhin folgende handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen den Fans aus Plauen und einigen VfB-Ordnern. Dabei wurden zwei Plauener Fans nach Darstellung des Vereins derart verletzt, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste.

Die Badkurve Plauen kommentierte die Ereignisse auf ihrer Facebook-Seite: „In Halbzeit zwei brannten auf einmal ein paar gelbe und schwarze Rauchtöpfe - wer das wohl wieder war... Allerdings rief diese Aktion die "Ordner" mit Energie-Cottbus-Hintergrund vom Typ "Anbauwand Ronny" auf den Plan, ihre anabolika-getränkten Oberarme zum Einsatz zu bringen. Erst noch zwischen uns rumgeschlichen und die Rauchtöpfe aufgehoben, gab es von den Herren aus dem Nichts unter anderen einen Headbutt und zwei Schläge ins Gesicht. Insbesondere suchten sich die sogenannten Ordner hier die jüngeren Leute von uns aus. Auch vor unserem Vorstand, welcher bei uns stand und einer Person mit einer Beeinträchtigung wurde nicht halt gemacht.“

DAS POKALFINALE
Ein Zehner für’n Steher in Gera
Der Thüringer Fußball-Verband (TFV) hat die Preise und Regularien für den Ticketvorverkauf veröffentlicht. So wird es die Stehplatztickets nur über die Geschäftsstellen der beiden Finalisten geben. Für die Fans der BSG Wismut Gera sind die Blöcke T und U reserviert. Den Stehplatz gibt es für 10 Euro für Vollzahler (8 Euro ermäßigt und 5 Euro für Kinder).

11 Euro in Jena
Der BSG-Preis für den Stehplatz sorgte für Nachfragen auf der Facebook-Seite des FC Carl Zeiss Jena. „Wieso kosten die Tickets für die Wismut-Fans 10€?“ und „Warum zahlen die Geraer weniger? Nur so interessehalber“, fragen Nutzer. Wer dahinter - auch aufgrund der aktuellen Diskussion um das Finale - eine Bevorteilung der BSG-Fans durch den Verband vermutet, irrt. Der TFV hatte die Stehplatzkarten den Vereinen zu einem einheitlichen Preis in Höhe von 10 Euro an die Vereine abgegeben. Durch eine Vorverkaufsgebühr von 1 € erhöht sich der Preis beim FCC. Die BSG Wismut Gera verzichtet auf diese Gebühr.



Fanfest, Liveübertragung und Spendenaufruf
Ganz offensichtlich plant die FCC-Fanszene am Finaltag ein Fanfest sowie eine LIVE-Übertragung am Fanprojekt im Ernst-Abbe-Sportfeld. Darauf deuten zumindest die verfügbaren Informationen in den sozialen Medien hin. Der Fanclub Blue Kaputtos bietet den FCC-Fans eine weitere Alternative an. „Statt den Eintrittspreis an den TFV zu bezahlen, könnt ihr einen beliebigen Betrag für den FCC spenden“, erklären die Blue Kaputtos auf ihrer Facebook-Seite und nutzen dafür eine Grafik des kritisierten TFV.

Sportpark begrüßt wenige Tage vor dem Finale den FCC in Gera
Die OTZ informierte ihre Leser, dass der Sportpark Lusan seit 1. Mai vom Geraer Unternehmer Steffen Tobermann betrieben wird. Der neue Besitzer, der eine Fahrschule, eine Autovermietung und einen Kraftfahrzeughandel betreibt, lud nur wenige Tage nach der Eröffnung der proSportarena die erste Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena nach Gera ein. „Braucht hier kein Mensch diesen j***spiddel !!! Arbeitet lieber Hand in Hand mit Vereinen der Stadt, oder glaubt ihr wirklich das die extra nach gera jedes mal fahren um bei euch Sport zu treiben ... arbeitet mit den Vereinen in der Stadt zusammen und die Chancen sind wesentlich höher das davon Leute bei euch die sportangebote regelmässig nutzen“, kommentierte ein Nutzer. Die Verantwortlichen des Tobermann Campus reagierten darauf und antworteten dem Nutzer: „Natürlich ist es uns ein großes Anliegen mit Vereinen (im Übrigen aus allen Sportbereichen) in Gera zusammenarbeiten!!! Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass der FC Carl Zeiss Jena uns so spontan zugesagt hat. Wir sollten froh sein, dass durch die ProSportArena ein Stück Tradition in eigener Hand bleibt. Dies ist nicht selbstverständlich.“

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