04.05.2018 | BSG Wismut Gera vs. FC Carl Zeiss Jena

#40 | Die Stimmen zum Finale im Steigerwaldstadion

Kommentar: Finale für die Touristenquote
Und schafft es Rot-Weiß Erfurt mal nicht ins Endspiel – was vorkommen soll –, dann erfüllt das neu erbaute Steigerwaldstadion wenigstens die für die EU-Fördergelder notwendige Touristenquote. Freuen wir uns doch einfach mal auf ein Pokalfinale Rudolstadt gegen Jena im Mai 2018 im Steigerwaldstadion. Wie wäre es für diesen Fall mit einem Streik beider Fanlager. Dann wäre der TFV da, wo es ihm am liebsten ist: allein, unter sich, in Erfurt. Und das ist ja die Hauptsache.
TLZ vom 13. Februar 2017 (Michael Ulbrich)

Mediengruppe Thüringen (MGT): Arena GmbH will Pokalfinale dauerhaft nach Erfurt holen
"Unser Ziel ist es, dauerhaft das Pokalfinale auszurichten, so wie Berlin der feste Austragungsort des Finalspiels auf Bundesebene ist", so Arena-Prokurist Christian Fothe
TA vom 27. Mai 2017

TFV-Präsident: Finale (2017) war ein Fußballfest für den Verband und für Thüringen
Dr. Wolfhardt Tomaschewski: „Es war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Die Atmosphäre im Stadion war hervorragend, woran die Fangruppen beider Lager ihren Anteil hatten. Ich denke, dieser Tag war sowohl für den Verband als auch für Thüringen ein Fußballfest.“
TFV-Mitteilung vom 27. Mai 2017

Kleine Anfrage im Thüringer Landtag
Bis zur Saison 2008/2009 fand das Finale im Thüringer Landespokal im Fußball an neutralen Austragungsorten innerhalb des Freistaats statt. Anschließend einigte man sich darauf, bei einer Finalbegegnung zweier Mannschaften derselben Spielklasse, dass das Heimrecht erst der einen Mannschaft und bei einem erneuten Aufeinandertreffen im Finale der anderen Mannschaft zugesprochen wird. In der abgelaufenen Spielzeit wurde diese Regelung zugunsten eines festen Austragungsorts verändert. Unabhängig davon, ob der FC Rot-Weiß Erfurt in das Finale des Pokalwettbewerbs einzieht, hat der Thüringer Fußballverband beschlossen, die nächsten drei Pokalfinale im umgebauten Steigerwaldstadion austragen zu lassen. Es wird derzeit sogar diskutiert, die Finalbegegnungen dauerhaft im umgebauten Steigerwaldstadion auszutragen.

Prof. Dr. Voigt (CDU): Ich frage die Landeregierung, welche Bedeutung kommt nach Kenntnis der Landesregierung der Arena GmbH, an der das Land noch über die Messe GmbH mit 21,4 Prozent beteiligt ist, bei der Festlegung des Finalorts zu?

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 10. Juli 2017 wie folgt beantwortet: „Thüringen ist Sportland. Die über 70 Landessportverbände bzw. Anschlussorganisationen des Landessportbundes nehmen ihre eigenständigen Rechte im Rahmen ihrer Autonomie eigenverantwortlich war. Eine Berichtspflicht an oder etwa ein Zustimmungsvorbehalt durch die Landesregierung liegt bei der Auswahl von Wettkampforten nicht vor. Zu den Fragen: Das Land ist seit dem 1. Juni 2017 nicht mehr an der Arena Erfurt GmbH beteiligt.“
Kleine Anfrage des Abgeordneten Prof. Dr. Voigt (CDU) vom 2. Juni 2017

Mediengruppe Thüringen vermarktet Thüringer Pokalendspiel 2018
Erstmals wird dieses Highlight des Thüringer Fußballs von der Mediengruppe Thüringen vermarktet. Ein entsprechender Vertrag wurde in dieser Woche mit dem Thüringer Fussball-Verband e.V. geschlossen. „Diese Kooperation ist die konsequente Weiterentwicklung unseres Vermarktungsportfolios im Bereich des Sportmarketings. Nachdem wir unseren regionalen und lokalen Geschäftskunden mit dem Steigerwaldstadion bereits interessante und ausgefallene Werbemöglichkeiten anbieten, freuen wir uns mit dem Köstritzer Pokalfinale nun auch TV-relevante Angebote machen zu können“, sagt Michael Tallai, Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen.
Pressemitteilung der Mediengruppe Türingen vom 21.12.2017

SÜDKURVE-Gemeinschaft bleibt Landespokalfinale fern
"Wir rufen alle Fussballfans dazu auf, im Sinne unseres Sports zu handeln und an diesem Tag nicht zum Finale zu fahren. Mit der endgültigen Fertigstellung des neuen Steigerwaldstadions erhielt die Arena Erfurt GmbH als Betreiber ein mehr als zweifelhaftes Geschenk des Landesverbandes. Vertraglich fixiert wurde demnach die Austragung der zukünftigen Finalspiele im neuen Erfurter Stadion. Hiermit erfolgt ein versteckter und schon allein deswegen nicht zu tolerierender Rettungsversuch der fehlgeplanten Multifunktionsarena. Die Auslastung der auch perspektivisch nur schwer wirtschaftlich gesund zu führenden Arena hat bzw. soll durch den mehrjährigen Rahmenvertrag eine feste jährliche Konstante erhalten. Wir spielen dieses Spiel nicht mit."
Communiqué zum Landespokalfinale vom 1. Mai 2018

Wismut Szene: Wismut-Sicht respektieren!
Für Jena ist es ein gefälligst rasch zu klärender, eher lästiger Pflichttermin als das es ein Highlight in der Vereinsgeschichte darstellt. Für uns ist es das Spiel der Neuzeit. Der vorläufige Gipfel des Wege´s die ein totgesagter Verein sich hart erkämpfen musste gegen so manche Widrigkeit. Der Weg in dieses Finale mit all seinen über die Jahre, zahlreich angehäuften Mitstreitern, begann 2003 im Regionalpokal in Berga. Mit einem Dutzend zusammengewürfelter Spieler ohne Training, 40 Bekloppten Fans und einer Niederlage die den langen Weg in das Finale 2018 einläutete. Darauf freiwillig verzichten? Auf viele alte Gesichter, Freunde und Mitstreiter dieses Weges? Ein Ding der Unmöglichkeit!
Wismut Fanszine Online vom 3. Mai 2018

MDR: Trautmann hat Verständnis und Hänsel fährt auch nach Borsch
FCC-Pressesprecher Andreas Trautmann: „Wir haben als Verein aber auch Verständnis für unsere aktiven Fans und verstehen die Probleme mit dem Austragungsort.“

BSG-Geschäftsführer Carsten Hänsel: "Wenn uns der TFV sagt, wir spielen am Pfingstmontag in Borsch, dann fahren wir nach Borsch. Natürlich wäre es besser, das Stadion wird richtig voll. Aber wir werden mit einer sicher großen Fanschar auch nach Erfurt reisen."

TFV-Pressesprecher Hartmut Gerlach: Wir haben uns für drei Jahre aus Erfurt festgelegt bis 2019. Wir haben günstige Bedingungen und in Erfurt auch ein neues Stadion. Das Stadion in Gera ist nicht benutzbar, die Tribüne ist gesperrt. Auch Meuselwitz ist kein Thema.“
Sport im Osten vom 2. Mai 2018

MGT: Fußballverband verteidigt Endspiel-Vergabe an Erfurt
„Das Endspiel wird im Rahmen des Finaltags der Amateure live übertragen. Damit ergeben sich längere Vorlaufphasen in der Planung und andere technische Anforderungen“, so TFV-Geschäftsführer Thomas Münzberg, daher könne die Entscheidung zum Finalort nicht erst drei Wochen vorm Spiel fallen, wenn alle Finalisten feststehen.
TLZ vom 3. Mai 2018

MGT: Die Einnahmen
Der Thüringer Fußball-Verband erhält 70 Prozent des Erlöses für die Organisation des Pokalwettbewerbes. Der Finalgewinner bekommt 10 Prozent. Der Verlierer kassiert 20 Prozent und 6000  Euro vom Startgeld des Gewinners für den DFB-Pokal.
TLZ vom 3. Mai 2018

Themen:    BSG Wismut Gera, BSG-Presseklub
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